Infos Quilten an der Nähmaschine

Für das Quilten an der Nähmaschine kann man Acrylschablonen als Hilfsmittel einsetzen. So werden Linien wirklich gerade und Bögen schön gleichmäßig.

Bild rulerwork

Die Maschine wird zum Freihandquilten eingestellt, mit versenktem Transporteur, so muss man den Quilt nicht viel drehen, sondern kann in alle Richtungen quilten.

Es gibt einen speziellen Nähmaschinen-Fuß für linealbasiertes quilten. Er ist kreisrund, 1/2 inch im Durchmesser und hat einen mehreren Millimeter hohen Rand. Das ist sehr wichtig! Die englische Bezeichnung dafür ist "ruler foot".

Bild ruler foot

Bernina und Janome haben für ihre Maschinen Füße im Programm, bei anderen Herstellern passt oft auch einer der Janome-Füße. Dieser ist allerdings seitlich sehr hoch durch die Verstellfeder. Hier im Shop kannst du Universal-Füßchen erwerben, die an fast jedes Nähmaschinen-Modell passen!.
Mit dem Suchbegriff "ruler foot" findest du das Füßchen in unterschiedlichen Größen. Im Artikel selbst kannst du im Reiter "Medien" eine PDF Datei laden, in der sehr viele Nähmaschinenmodelle aufgeführt sind und welches Füßchen dann passt. Ist dein Modell nicht dabei, musst du selbst einmal kurz messen.

Für Geradeausnäher/Schnellnäher/Industriemaschinen gibt es Sonderfüße, da hier andere Maße gelten. Für diese Maschinen gilt diese Messmethode nicht! Du musst deine Maschine in der Liste suchen!
Außerdem gibt es noch ein paar wenige Singer-Modelle, die keine Klick-Füßchen haben, sondern jedes Füßchen geschraubt werden muss. Für diese Maschinen gibt es leider keinen passenen Linealquiltfuß.

Wenn deine Maschine eine "übliche" Nähmaschine ist, deren Transporteur man absenken und die Nadel seitlich verschieben kann (in der Regel möglich, wenn die Maschine zickzack nähen kann), dann benötigst du entweder "high" oder "med" oder "low". Um den richtigen Fuß kaufen zu können, muss man an seiner Maschine den Abstand messen zwischen Bodenplatte und Schraube in der Stange, an der der Fuß befestigt wird. Die Nadelstange und die Füßchenstange müssen sich in der untersten Position befinden! Bei Bernina z.B. senkt sich die Füßchenstange noch weiter ab, wenn die Nadel abgesenkt wird, also am besten alles voll absenken, dann messen.
Bei Pfaff-Modellen gibt es zum Quilten eine Zwischenstufe, dann muss diese gemessen werden. Also am besten die Maschine für Freihandquilten einstellen, Stange absenken, Nadel absenken, dann messen.
Bernina hat einen Shank Adapter, um "normale" Nähfüsse anschrauben zu können, dann muss diese Stange erst angebracht und dann gemessen werden.

Bild wie gemessen wird

Wenn du kein schmales Lineal zum Anlegen hast, nimm einfach ein kleines Stück Papier, stelle die Kante des Papiers auf die Bodenplatte, markiere dann mit einem Filzstift die Schraubenmitte. Am Papier kannst du nun ganz bequem messen.

mit Papier messen

Beträgt der Abstand 1/2 inch, so ist es "low shank", bei 3/4 inch ist es "mid shank" und bei 1 inch ist es "high shank".

Solltest du nur 1/2 inch Abstand haben, messe bitte auch den Abstand zwischen Bodenplatte und Unterkante Füßchenstange! Bei manchen Maschinen reicht die Stange so weit herunter, dass nicht ausreichend Platz ist für ein 6mm dickes Lineal. Da das Lineal später auch noch auf deinem Quiltsandwich aufliegt, brauchst du mindestens 8mm Luft zur Stange. Solltest du weniger Abstand haben, dann kaufe bitte Schablonen mit einer Stärke von 4mm! Ich biete alle Schablonen in beiden Stärken an!

Wichtig ist auch eine ausreichend große ebene Fläche, damit die Schablonen gerade aufliegen können. Die Nähmaschine sollte also in einem Tisch versenkt sein, oder man benutzt einen Ansatztisch.

Ein gerades Lineal kann man meist auch gut mit einem "walking foot" nutzen.

Ich habe einen youtube-Kanal, dort kannst du mir über die Schulter schauen, wie ich mit Linealen quilte. Schau doch mal rein!
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